01.12.21: Advent: Neues wagen

01.12.21: Advent: Neues wagen

Glauben Sie auch, dass Innovation (noch) mehr Arbeit macht? Und lässt Sie allein dieser Gedanke vor innovativen Ideen oder Prozessen zurückschrecken? Das wäre verständlich, denn viele leiden bereits jetzt unter ständiger Überforderung. Sie stöhnen unter dem „zu viel, zu schnell und zu laut“, wie ich es gerne ausdrücke. Sind das nicht Zeichen der Zeit, denen man sich kaum entziehen kann?

Das Spannende ist, dass innovative Menschen in der Regel ein ruhigeres Leben haben. Innovation macht Arbeit, klar. Aber eine innovationsfreundliche Grundhaltung hilft tatsächlich, aus dem ständigen „zu viel, zu schnell und zu laut“ herauszukommen. Innovative Menschen sind adventliche Menschen. Sie hinterfragen bisherige Arbeiten und Schwerpunkte kritisch auf ihre Wirksamkeit. Sie sind bereit, etwas zu redimensionieren oder zu beenden, wenn es kaum mehr Früchte trägt. Und sie sind offen für neue Wege, wenn damit die angestrebten Ziele besser erreicht werden. Dabei achten sie konsequent auf das Verhältnis von Aufwand und Wirkung. Im marktwirtschaftlichen Kontext ist das logisch, weil sonst die Wettbewerbsfähigkeit verloren ginge.

Aber wie verhält sich das in kirchlichen Organisationen? Darf man da auch so berechnend sein? Oder muss man es sogar sein, um “allen Menschen die Frohe Botschaft zu verkünden”? Niemand wird leugnen, dass auch in kirchlichen Kontexten eine gewisse Verhältnismäßigkeit zwischen den eingesetzten Mitteln zu den tatsächlich erzielten Ergebnissen herrschen muss. Wenn dem so ist, ist es wohl sinnvoll, zu lernen, wie das geschehen kann, ohne in die negative Übertreibung totaler Ergebnis- und Erfolgsorientierung zu kippen.

Dr. Georg Plank, Pastoralinnovation


Wie denken Sie darüber? Welche Erfahrungen haben Sie mit diesem Thema gemacht? Wir freuen uns über Ihr Feedback – per E-Mail oder hinterlassen Sie uns einen Kommentar!


zu den Blogbeiträgen


Übrigens: Ab Advent 2021 veröffentliche ich jeden Mittwoch einen Blogbeitrag. Die maximale Lesezeit pro Beitrag beträgt eine Minute. Wie lange Sie dann darüber nachdenken, bleibt natürlich Ihnen überlassen. Ich hoffe jedenfalls, dass meine kurzen Impulse Sie dabei unterstützen, Ihren Alltag und Ihre Arbeit zu erneuern. Damit mehr Früchte wachsen und es Ihnen besser geht!

Sie erhalten jeden Mittwoch eine E-Mail mit dem Blogbeitrag und mit einem Link zum Blog. Wenn Sie Abonnent*in unseres Pfingstkalenders sind, und diesen zusätzlichen Newsletter nicht erhalten wollen, können Sie ihn am Ende dieser E-Mail „abbestellen“. Sie erhalten im nächsten Jahr wieder wie gewohnt den Pfingstkalender, aber keine weiteren Nachrichten von uns.

3 Kommentare zu „01.12.21: Advent: Neues wagen

  1. Die adventliche Hektik ist auch in manchen Liedern Teil der Botschaft: “Erst eins, dann zwei, dann…..” und schon steht wer/was vor der Tür?
    Im Advent 21 möchte ich besonders auf die alttestamentlichen Propheten hinhören. Was künden sie an? Frieden, Erbarmen, Gerechtigkeit..?
    Es stehen aber auch Prophet*innen unserer Zeit vor der Tür. So wie Georg, der zu neuen Wegen ermutigt. Das ist zunächst auch stressig, weil die ausgetretenen Pfade vertrauter sind …
    Aber diesen Prophet*innen bewusst die Tür aufhalten und sie herein zu bitten, (z. B. einmal in der Woche) wäre auch für Durchschnittsgestresste (durch Beruf, Familie, Kirche, Politik …) wünschenswert.

  2. Zunächst Danke für diesen Impuls über den ich noch weiter nachdenken werde. Ich fühle mich etwas fehlgeleitet, was die Anmeldung zum Blog angeht. Jetzt bin ich mir nicht sicher ob ich den Blog jetzt 2x erhalte und da ich den Pfingstkalender bereits als ABO habe, mich für diesen jetzt doppelt angemeldet habe. Ich war der Meinung für den Blog musste ich mich anmelden um zu kommentieren. Bitte prüfen Sie ob meine Mail-Adresse jetzt doppelt vorhanden ist. Dann bitte einmal löschen. Danke und einen besinnlichen Advent. Olaf Pettau

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*