12.01.22: Wirkungsvoll handeln

12.01.22: Wirkungsvoll handeln

Was hat Menschen in biblischen Zeiten motiviert, freiwillig tagelange und anstrengende Märsche auf sich zu nehmen, um Jesus sehen zu können? „Viele Menschen aus Galiläa aber folgten ihm nach. Auch aus Judäa, aus Jerusalem und Idumäa, aus dem Gebiet jenseits des Jordan und aus der Gegend von Tyrus und Sidon kamen Scharen von Menschen zu ihm, als sie hörten, was er tat.“ (Markus 3,7-8) Was hat das Ziel so attraktiv gemacht, dass sie keine Kosten und Mühen gescheut haben, dorthin zu gelangen? Das Geheimnis lautete: „… als sie hörten, was er tat.“

Nicht Jesu Worte, sondern seine Taten waren also entscheidend für den Aufbruch aus dem gewohnten Alltag. Schon damals stimmten die Leute mit den Füßen ab. Anziehend war das, was Menschen bei Jesus erlebten: Heilung von Gebrechen aller Art, Befreiung von Dämonen und Ängsten, wahre Liebe und solidarische Gemeinschaft, befreiende Vergebung und unendliche Barmherzigkeit, allumfassender Friede und tiefe Freude – letztlich Ausdrucksweisen einer echten, tiefgreifenden Verwandlung jedes und jeder einzelnen. Oft führte das zu einer völlig neuen Wahrnehmung des je eigenen Lebens und zu radikalen Änderungen des Denkens, Fühlens und Handelns.

Diese wirkungsvollen Taten Jesu provozierten mehr als seine Worte. Deshalb beschlossen die damals Verantwortlichen, „ihn umzubringen“ (Markus 3,6). Jesu‘ Art zu erneuern, zu verwandeln und zu innovieren war in den Augen der Mächtigen zu umstürzlerisch und zu gefährlich.

Meine Erfahrung: Kirchen, die vorrangig reden, verlieren – und das zu Recht. Kirchen, die wie Jesus handeln, gewinnen.

Dr. Georg Plank, Pastoralinnovation

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2 Kommentare zu „12.01.22: Wirkungsvoll handeln

  1. Immer wieder erfahre ich in meiner nächsten Umgebung (auch in der Pfarre), dass zwar viele Worte gemacht werden, aber das (wirkungsvolle) Handeln ausbleibt.
    Ich erlebe sogar, dass meine Versuche wirkungsvoll und konsequent zu handeln auf Ablehnung stößt – vermutlich weil sich manche dadurch kompromittiert und/oder überfordert fühlen:
    “Reden ist einfacher als durchführen!”.
    Leider habe ich bisher noch kein “Rezept” gefunden, dies zu ändern.

  2. Wenn ich an die Taten Jesu denke, fallen mir die Sternsinger ein. Die “König*innen” lassen den Besuchten ihren Segen spüren, durch ihre Freundlichkeit, ihre Offenheit in der Begegnung, ihre Wünsche zum Neujahr, ihre Bitte um eine Spende. Manchmal sind die an der Haustür Angetroffenen durch diesen Besuch wie verwandelt….

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