29.12.21: Das richtige Tempo?

29.12.21: Das richtige Tempo?

Ich schaue ab und zu gerne alte Filme an und bin jedes Mal überrascht, wie langsam dabei viele Handlungen verlaufen (nicht nur beim Klassiker „Spiel mir das Lied vom Tod“). Dadurch wird mir das hohe Tempo moderner Blockbuster bewusst. Wer mit Kindern oder mit älteren Menschen zu tun hat, merkt, wie dieses hohe Tempo zu Überforderung und Überlastung führen kann. Schuhe anziehen, essen, ankleiden, waschen: Das braucht seine Zeit und lässt sich nicht beschleunigen.

Natürlich bin auch ich dankbar für viele technische Möglichkeiten, die mir in meiner beruflichen Tätigkeit eine enorme Effizienzsteigerung ermöglicht haben. Mir ist bewusst, dass noch vor zwanzig Jahren mindestens doppelt so viele Mitarbeiter*innen für denselben Output notwendig gewesen wären, den wir mit Pastoralinnovation heute erzielen. Dennoch ahnen wir alle, dass viele menschliche Vollzüge einer inneren Uhr folgen und nur durch die richtige Geschwindigkeit auch als gute, qualitätsvolle Zeit genossen werden können: ein Mahl halten, ein Gespräch führen, zärtlich sein, Sexualität leben, trösten, beten, eine Geschichte erzählen, Musik machen oder hören usw.

Merken Sie an diesen Beispielen, worauf sich Kirchen besinnen und konzentrieren könnten und sollten? Würden damit nicht manche Pastoralpläne und Konzepte fruchtbarer sein, die „vom Leben der Menschen ausgehen“ wollen?

Dr. Georg Plank, Pastoralinnovation

Tipp: www.vuca-welt.de

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