Dienstag, 20.4.2021

Dienstag, 20.4.2021

Damit die Prozesse des Spracherwerbs stattfinden können, müssen Objekte der äußeren Welt eine Bedeutung für das Kind erhalten, und diese Bedeutungen sind zu Beginn durchaus körperlicher Natur. Wie eng die Verbindung zwischen Tastsinneserfahrungen und Spracherwerb ist, wird erst in jüngster Zeit beachtet. Dabei hätte längst auffallen können, dass Sprachentwicklungsstörungen regelhaft mit Störungen der taktilen und haptischen Wahrnehmung korrespondieren. Denn viele Studien belegen, dass Kinder mit Sprachentwicklungsstörungen im Vorschulalter große Schwierigkeiten haben, Druck-, Vibrations- und Bewegungsreize richtig zu verarbeiten.
Martin Grunwald: Homo Hapticus, Seite 91

“Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und das Wort war Gott. Dieses war im Anfang bei Gott. Alles ist durch das Wort geworden und ohne es wurde nichts, was geworden ist. In ihm war Leben und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht leuchtet in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht erfasst.”
Der berühmte Prolog im Johannesevangelium ist nicht nur ein Stück Weltliteratur, sondern gewinnt im Lichte der Erkenntnisse der Haptikforschung neue Bedeutung.

Wussten Sie übrigens, dass es eine Sketch-Bibel gibt?

Text: Georg Plank
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