Donnerstag, 20.5.2021

Donnerstag, 20.5.2021

Gesichtsberührungen sind die häufigste Form von Selbstberührungen. Sie werden zwischen 400- und 800-mal am Tag ausgeführt. Es wurde festgestellt, dass in relativ stressigen Situationen – wie einer mündlichen Prüfung – die Anzahl der Selbstberührungen deutlich ansteigt. Selbstberührungen dienen dazu, unser psychisches Aktivierungsniveau nach Irritationen wieder in Balance zu bringen.
Martin Grunwald: Homo Hapticus, Seite 148

Durch Berührungen von anderen Menschen kann Stress reduziert werden. Wussten Sie, dass es Nervenfasern gibt, die speziell auf Streicheln reagieren, die C-taktilen Fasern? Sie reagieren auf sanfte, langsame, warme Berührungen. Sie geben Signale viel langsamer an unser Gehirn weiter als andere sensorische Nervenfasern. Besonders viele C-taktile Fasern haben wir Menschen in unserem Schulter- und Rückenbereich. Diese werden vor allem dann aktiv, wenn uns jemand anderer streichelt. Forscher*innen gehen davon aus, dass diese “Streichelrezeptoren” dafür da sind, den Wunsch nach sozialer Nähe zu fördern.

Was meinen Sie? Kann Streicheln Schmerzen lindern?

Text: Natascha Plank
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