Donnerstag, 8.4.2021

Donnerstag, 8.4.2021

Aus betriebswirtschaftlicher Perspektive ist der Mensch dann ein guter Mensch, wenn er einkaufen geht. Und ein besonders guter Mensch ist er, wenn er dabei den Marketing- und Werbestrategien folgt, ohne deren steuernde Kräfte zu bemerken. Dies zu erreichen ist die professionelle Kunst der verkaufs- und wunschfördernden Branche. Der Kreativität sind hierbei scheinbar keine Grenzen gesetzt, und so war es nur eine Frage der Zeit, bis die findigen Strategen das menschliche Tastsinnessytem als Zielgebiet ihrer Kampagnen erkannten.
Martin Grunwald: Homo Hapticus, Seite 235

Bei einer Vielzahl von technischen und stark verarbeiteten Produkten ist es schwer, die Qualität eines Produkts im Detail zu verstehen. So konnten Hersteller von Fertigteigmischungen erst bessere Verkaufszahlen erreichen, als sie Käufer*innen einen Verarbeitungsschritt selbst machen ließen. Menschen tendieren dazu, Dinge, die sie zumindest teilweise selbst hergestellt haben als hochwertiger wahrzunehmen. Dieser Effekt ist als Ikea-Effekt bekannt geworden und trägt sicher zum Erfolg der gleichnamigen Kette bei.

Schauen Sie sich ein ähnliches Phänomen an, den Besitztumseffekt:

Text: Natascha Plank
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