Freitag, 14.5.2021

Freitag, 14.5.2021

Fuhren in Autowerbungen vor Jahren die Autos wie ferngesteuert durch die Landschaft, sehen wir heute gepflegte Hände am Lenkrad und souveräne Fahrer. Allein die Beobachtung körperlicher Erlebnisse anderer Menschen führt zur Aktivierung tastsensibler Verarbeitungsgebiete in unserem Gehirn und schafft auf diese Weise eine quasi körperliche Beteiligung mit entsprechenden Emotionen und Gedächtnisprozessen.
Martin Grunwald: Homo Hapticus, Seite 238

Jemandem die Hände auflegen ist ein uraltes Symbol, das in nahezu allen Kulturen für unterschiedliche Zwecke vorkommt. Oft geht es dabei um die geordnete und gewaltfreie Übergabe von Macht, Autorität und Besitz.
Die kirchliche Tradition orientiert sich am Beispiel Jesu, der oft Menschen durch Handauflegung geheilt hat. Durch Gebet und Handauflegung werden daher nicht Macht-, sondern Dienstämter verliehen, traditionell an Diakone, Priester und Bischöfe.
Ist es nicht längst an der Zeit, diese zeichenhafte Handlung dadurch noch leuchtender zu machen, dass sie allen Menschen zuteil wird, die ihr Leben in den Dienst der Liebe stellen, also Männer und Frauen?

In der anglikanischen Kirche werden mittlerweile Priesterinnen und sogar Bischöfinnen geweiht:

Text: Georg Plank
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