Montag, 3.5.2021

Montag, 3.5.2021

Unsere vorsichtige Schätzung der tastsensiblen Rezeptoren ergibt ca. 710 Millionen. Aufgrund des permanenten Zustroms von Rezeptorimpulsen des Tastsinnessystems wird jedoch der größte Teil außerhalb unserer bewussten Wahrnehmung verarbeitet. Die Rezeptoren des visuellen Systems werden pro Auge auf 120 Millionen Stäbchenzellen und sechs Millionen Zapfenzellen geschätzt, die geruchssensitiven Rezeptoren auf zehn bis 100 Millionen. Die des auditiven Systems enthalten pro Ohr ca. 20000 Rezeptoren.
Martin Grunwald: Homo Hapticus, Seite 124

Die quantitative Übermacht des Tastsinns wirkt sich auch qualitativ aus. So sind fast alle Heilungsberichte Jesu mit Berührungen verbunden. Schauen Sie die allererste Heilung in Markus 1,30-31 an, wo die Schwiegermutter des Simon Petrus mit Fieber im Bett lag: “Er ging zu ihr, fasste sie an der Hand und richtete sie auf. Da wich das Fieber von ihr und sie diente ihnen.” Oft beginnt Heilung mit akustischer oder visueller Wahrnehmung. Jesus hört und sieht jemanden, gerade auch Menschen am Rande, sozial isolierte oder übersehene Menschen. Das “Einander in den Blick Nehmen” schafft Beziehung.

Beim Acro Yoga spielt die gegenseitige Wahrnehmung auch eine zentrale Rolle:

Text: Georg Plank
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