Sonntag, 16.5.2021

Sonntag, 16.5.2021

Weil es aus neurophysiologischer Sicht ein wichtiger Unterschied ist, ob wir uns bei Berührungen unseres Körpers selbst bewegen oder unbewegt und passiv sind, unterscheidet man auch sprachlich zwischen diesen beiden Wahrnehmungsqualitäten. Taktile Wahrnehmungen entstehen, wenn unser Körper durch physikalische Reize verformt oder berührt wird, zum Beispiel, wenn wir von einem Masseur durchgeknetet werden. Sind wir hingegen selbst der Masseur, generiert unser neuronales System haptische Wahrnehmungen.
Martin Grunwald: Homo Hapticus, Seite 26

“Alle brachen in lautes Weinen aus, fielen Paulus um den Hals und küssten ihn.” (Apostelgeschichte 20,37). Was war geschehen? Paulus, der ehemalige brutale Christenverfolger, hatte sich soeben mit berührenden Worten von seiner geliebten Gemeinde in Ephesus verabschiedet. Er wusste, dass es ein Abschied für immer war. “Am meisten schmerzte sie sein Wort, sie würden ihn nicht mehr von Angesicht sehen.” (Vers 38)
In so einer Situation ist Umarmen, Küssen, Berührt Werden und Berühren wohl das Hilfreichste.

Kennen Sie die “Free Hugs Campaign”? Seit 20 Jahren weltweit verbreitet…

Text: Georg Plank
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